Dezember 2014: Zoe

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Dezember 2014: Zoe

mein Name ist Zoe und dies bedeutet „Leben“ und das tue ich bereits seit dem 13.04.2008. Als Frauchen mich aus einer Zoohandlung holte, hatte ich bereits schon einen kleinen blinden Passagier an Board. Nur konnte ich das nicht all zu lange verbergen. Eines Tages tastete Frauchen mein Bäuchlein ab und glaubte einen Tumor. Was da aber wirklich war, war das Köpfchen meiner Tochter Ivy. Dr. Bendel erklärte meinem Frauchen das es eventuell schwierig werden könnte mit der Geburt, da ich ja nur Ivy im Bauch hatte und nicht noch ein paar Geschwisterchen. Ich glaube sie sprachen schon bereits über einen eventuellen König oder Kaiserschnitt, denn Ivy war bereits sehr groß. Ich werd das schaffen!!!…ich schaff das auch ohne diesen Kaiser oder wie immer die das nennen. So ging ich wieder mit nach Hause. Frauchen gab mir dann so kleine Kügelchen. Ich glaube die Menschen nennen diese Globuli..Vielleicht weil sie so rund sind..Was solls, die schmeckten gar nicht so übel…

Am 11.07.2008 brachte ich von ganz alleine und ohne große Mühe eine gesunde Tochter zur Welt und Frauchen durfte bei der Geburt mit dabei sein. Ich entwickelte mich zur einer liebevollen Mama, die nun ihrer kleinen Ivy die große Welt zeigte. Alles verlief super bis zum Dezember 2012 als mein Frauchen in meinem Urin Blut entdeckte..ohoh!! ich glaube das war nicht gut!! Da ich zu viel Calzium nicht so doll vertrage, hatte Frauchen den Verdacht, es könnte ein Steinchen im meiner Blase sein Unheil treiben….oder stimmte vielleicht was mit meiner Gebärmutter nicht??Frauchen war sehr aufgeregt und rief sofort bei Dr. Bendel an. Die Angst stand ihr im Gesicht. Ich muss sagen mir ging es eigentlich nicht schlecht, das Heu schmeckte wie eh und je und Schmerzen hatte ich auch keine. Also warum die Aufregung? Dr. Bendel hoffte genau wie Frauchen, dass es die Blase ist, doch leider war es die Gebärmutter. Sie sprachen über Hämodingsta und Notoperation. Ich verstand die Welt nicht mehr. Frauchen standen die tränen in den Augen als Dr. Bendel mich mit in den OP-Saal nahm…Bitte lass mich jetzt nicht alleine,waren meine letzten Gedanken…denn nun bekam auch ich Angst, dann wurde es schwarz. Als ich aufwachte, warm eingebettet in ein dickes Handtuch an der Schulter meines Frauchens…hörte ich wie sie leise sagte: Zoe, es wird alles gut , du hast es überstanden. Dann schlief ich wieder ein. Nach ca. 10 Tagen intensiver Pflege durfte ich dann endlich wieder zu meiner Tochter und meine anderen Freunden ins Gehege.Mann, bin ich froh euch alle wieder zu sehen…und ich erzählte meine Geschichte.

Eigentlich würde ich jetzt sagen: Und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage, doch leider kam alles ganz anderes!

Wieder ist es Winter und Weihnachten ist nicht mehr fern.Wir haben nun das Jahr 2014.Wie das Frauchen immer so macht, hatten wir mal wieder Gesundheitscheck. Dies bedeutet: Frauchen wiegt und schneidet die Zehnägel schaut ins Mäulchen und tastet den Bauch durch….und da war es, groß wie eine Walnuss. Ein Ding das da nicht hingehörte.Und diesmal war es nicht das Köpfchen eines Baby Meerschweinchens, sondern etwas gemeines und böses das den Körper von innen zerstört.

Es war ein Tumor! Muss ich jetzt sterben??? Frauchen drückte mich an sich und sagte. Zoe, du bist eine Kämpferin, du wirst das schaffen hörst du mich? Aber wie? dachte ich, ich bin ja keine 3 Jahre mehr sondern bin jetzt 6,5 . In der Tierarztpraxis angelangt durchleuchteten sie meinen Körper. Nun hatten wir die Bestätigung.Es ist ein Tumor. Frauchen und Dr. Bendel sprachen über die OP und über eventuelle Folgen, und das ich vielleicht sterben werde. Ein bisschen verwirrt und leicht traurig…riss ich mich zusammen und sagte zu mir selbst: Zoe…!! du musst es schaffen..du hast es schon einmal geschafft, du wirst es auch ein zweites mal schaffen! Auf in den Kampf!

Die Operation lief sehr gut. Das böse Teil ist raus aus meinem Körper und nach 1 Woche rundum Pflege bin ich wieder fit und frech wie eh und je.

Ich bin stolz auch mich, ich hab es allen gezeigt, denn ich bin ZOE! und Zoe bedeutet „LEBEN“.

Von |5. Januar 2015|Kategorien: Patienten des Monats|Tags: , , |